Die zweite Folge Ausgeträumt (2) setzt dort an, wo der emotionale Sturm begann – und entfaltet ihn in voller Wucht. Julian hat sich entschieden, die OP zu wagen, doch das Risiko ist hoch. Die Szene im OP-Saal lässt einem den Atem stocken, während Martin Gruber kämpft wie nie zuvor. Aber nicht nur im Krankenhaus tobt der Sturm: Clara zieht sich immer weiter zurück. Ihre Angst, mit einem Pflegefall zu leben, frisst sie innerlich auf – und sie beginnt, sich selbst in Frage zu stellen. Ist es egoistisch, den einfachen Weg zu wollen? Oder ist es menschlich? Während Julian voller Hoffnung auf Reha blickt, hat Clara längst den Entschluss gefasst: Sie kann diesen Weg nicht mitgehen. Die Trennung kommt abrupt – herzzerreißend inszeniert, mit einer Stille, die lauter schreit als jedes Wort. Doch Der Bergdoktor wäre nicht Der Bergdoktor, wenn nicht auch ein kleines Licht der Hoffnung aufflackert. Denn gerade als Martin denkt, Clara habe Julian für immer verlassen, kommt sie zurück – mit einer Entscheidung, die alles verändert.
Doch ob es eine Rückkehr aus Liebe oder aus Schuld ist, bleibt offen. Gleichzeitig spitzt sich auch die Situation zwischen Hans, Mia und Susanne dramatisch zu. Susanne steht plötzlich mit gepackten Koffern vor dem Gruberhof. Mia hingegen zeigt eine Seite, die man ihr nicht zugetraut hätte: verletzlich, ehrlich – und überraschend reif. Die Dreiecksbeziehung wird zu einem gefährlichen Spiel mit Gefühlen, das nicht ohne Konsequenzen bleibt. Der Zuschauer bleibt am Ende fassungslos zurück – mit Tränen in den Augen und der bohrenden Frage: Ist es wirklich ausgeträumt, oder ist genau das der Anfang einer neuen Realität? Eines ist sicher: Diese Folge geht unter die Haut – und bleibt dort.